Beschreibung
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Psychologie - Entwicklungspsychologie, Note: 1,5, Universität Potsdam (Institut für Psychologie), Veranstaltung: HS Verhaltens- und Entwicklungsstörungen im Jugendalter, Sprache: Deutsch, Abstract: Seit der PISA Studie, deren Ergebnisse im Jahr 2001 großes Entsetzen in Deutschland ausgelöst haben, ist die Bildungspolitik wieder sehr viel mehr in den Mittelpunkt der medialen Berichterstattung gerückt. Wenn auch die Thematisierung und Präsentation der Problemlagen im deutschen Bildungssystem häufig an Auflagezahlen oder Einschaltquoten gebunden sind, so rücken dennoch wieder Themen in den Vordergrund, die über Jahre nicht, oder nur von Fachleuten und Betroffenen, als Problem wahrgenommen wurden.Eines dieser Themen ist der vermehrte vorzeitige Ausstieg von Schülern aus dem System Schule, der im Folgenden mit dem Begriff Schulabsentismus beschrieben wird. Eine genaue Abgrenzung der Begriffe Schwänzen, Schulverweigerung etc. wird im folgenden Kapitel vorgenommen.Im Jahr 1998, also einige Jahre vor dem PISA Schock, beendeten 83000 Schüler ihre Vollzeitschulpflicht ohne einen Hauptschulabschluss, das entspricht nahezu einem Viertel (25,3 %) der damaligen Schulabgänger.1 Diese Zahl scheint alarmierend, dennoch dürfte eine breite Öffentlichkeit sich dieses Problems nicht bewusst gewesen sein.Die meisten dieser Schüler sind Haupt- bzw. Sonderschüler, aber nicht alle. Auch die einschlägige Fachliteratur beschäftigt sich überwiegend mit diesen Schultypen, ebenso, wie Interventionsprogramme bzw. - projekte, die in wachsender Zahl entstanden sind und entstehen. Diese Fokussierung ist einerseits verständlich, da diese Schulen den höchsten Anteil der schulabsenten Schüler haben. Andererseits besuchen über die Hälfte der deutschen Schüler einen anderen Schultyp, wie die Gesamt- oder Realschule, oder aber das Gymnasium.[...]1 Schreiber-Kittl, Maria. Alles Versager? Schulverweigerung im Urteil von Experten.München: Deutsches Jugendinstitut, Arbeitspapier 1/2001.
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